Richard David Precht

Tiere denken

Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen

Können wir wirklich so weitermachen?

Wie sollen wir mit Tieren umgehen? Wir lieben und wir hassen, wir verzärteln und wir essen sie. Doch ist unser Umgang mit Tieren richtig und moralisch vertretbar? Richard David Precht untersucht mit Scharfsinn, Witz und Kenntnisreichtum quer durch alle Disziplinen die Strukturen unserer Denkmodelle. Ist der Mensch nicht auch ein Tier – und was trennt ihn dann von anderen Tieren? Welche Konsequenzen hat das für uns? Precht schlägt einen großen Bogen von der Evolution und Verhaltensforschung über Religion und Philosophie bis zur Rechtsprechung und zu unserem Verhalten im Alltag. Dürfen wir Tiere jagen und essen, sie in Käfige sperren und für Experimente benutzen? Am Ende dieses Streifzugs steht eine aufrüttelnde Bilanz. Ein Buch, das uns dazu anregt, Tiere neu zu denken und unser Verhalten zu ändern!

aus dem Inhalt:

"Es gibt zwei Kategorien von Tieren. Die eine glaubt, dass es zwei Kategorien von Tieren gibt, und die andere hat darunter zu leiden."

"Noch nie war die Kluft so groß, die das, was Menschen im Umgang mit Tieren für richtig halten, und das, was tatsächlich praktiziert wird, voneinander trennt"

"Precht nimmt einem jeden Tierrechtler die Argumentations-Arbeit ab und stellt ein Werk zur Verfügung, das jeder, der in die Tierphilosophie einsteigen und mitdiskutieren möchte, gelesen haben sollte. Das Buch bietet einen herausragenden Überblick über die Geschichte der Ausbeutung nicht-menschlicher Tiere, über die Gründe dieser Zurichtungen und über jene Fragen, die in der Tierrechtsdebatte so häufig für Streit sorgen. Darüber hinaus zeichnet es unterhaltend und präzise die oft willkürliche Verortung nicht-menschlicher Tiere in religiösen, philosophischen, medizinischen, alimentären und politischen Kontexten nach. Sein Buch Tiere denken ist nicht nur eine Zusammenfassung der tiertheoretischen Debatte – Precht ist ein großartiger Erzähler, der das Mensch-Tier-Verhältnis nicht einfach referiert und definiert, sondern ihm eine lebendige narrative Bewegung verleiht. Seine Publikation kann zudem als politisches Manifest gelesen und sollte auch von jenen beachtet werden, die glauben, in Deutschland sei für den Tierschutz ausreichend gesorgt. Originalität erlangt das Buch durch seine klare ethische Positionierung bei gleichzeitiger Erfüllung eines notwendigen Bildungsauftrags: Es fordert das baldige Ende des Anthropozentrismus, aber nicht, ohne diesen Appell ausführlich und mit einem scharfen Blick auf historische, ökologische, kulturelle und soziale Differenzen zu begründen."

Dafni Tokas, literaturkritik.de

"Prechts Schreibansatz ist, wie man dies aus seinen anderen Büchern kennt, sehr ausführlich; seine Recherchen sind weitreichend und umfassend. Das spricht für seine Kompetenz; wenn er sich in ein Thema einarbeitet, dann will er es ganz genau wissen und bietet dem Leser eine Rundum-Sicht auf den aktuellen Forschungstand. Die Gliederung des Buches ist logisch und gerade vorbildlich: So geht es zunächst um Begriffsklärungen und das Aufzeigen der verschiedenen Standpunkte, bevor dann eigene Argumentationen des Autors ins Spiel kommen, die am Ende zur Grundlegung einer neuen Tierethik führen und diese auch gleich noch in exemplarischen Feldern mit pragmatischen Überlegungen verknüpfen…. So fasst Richard David Precht in seinem Schlusskapitel zusammen: „Eine leidfreie Welt ist undenkbar; der Mensch kann nicht existieren, ohne anderem Leben Gewalt anzutun. Aber immerhin lässt ein anthrozoologisches Bewusstsein die Handlungsspielräume fragwürdiger und veränderbarer erscheinen, als sie es in der starren Grenzziehung der christlich-abendländischen Kulturgeschichte waren.“ Dass die Reise in diese Richtung geht, bleibt zu hoffen. Dieses Buch kann hierzu einen wichtigen Beitrag zu einem ersten Umdenken leisten."

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Richard David Precht

Publizist / Autor / Philosoph


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